Richard Vogel und United Call JPS, Sohn des United Touch S, bei der Siegerehrung der Youngster.
Die erste Qualifikation zum Großen Preis von Aachen war in diesem Jahr ein Springen nach Fehlern und Zeit über 1,55 Meter. Noch waren nicht an jeder Ecke Höchstschwierigkeiten eingebaut, aber natürlich konnte man deutlich sehen: Das hier ist Aachen! Und es ist das große Stadion. Dem tut es auch keine Abbruch, dass das Programm in diesem Jahr etwas reduzierter daherkommt. Das Publikum war jedenfalls zum Turnierbeginn bestens gelaunt – und schon voller Vorfreude auf die WM im August! Viele, die heute vor Ort waren, haben auch dafür bereits ihre Tickets.
Der Ire Daniel Coyle startete in der ersten Quali zum Großen Preis etwa in der Mitte des Feldes. Und er legte mit dem 15 Jahre alten niederländischen Cardento-Sohn Farrel eine Zeit hin, die keiner mehr einholen konnte: 70,99 Sekunden. „Großartig, einfach großartig“, freute sich der 31-Jährige unmittelbar nach der Siegerehrung und fügte mit Blick auf die kommenden Tage mit einem Augenzwinkern an: „So kann es weitergehen.“
Platz zwei ging ebenfalls an zwei alte Bekannte und Routiniers: Luciana Diniz aus Brasilien, die den Platz in Aachen liebt, und der 17 Jahre alte Schimmel Vertigo du Desert, der es ihr gleichzutun scheint. 71,47 Sekunden standen für den Mylord Carthago-Sohn und seine Reiterin zu Buche. Dritte wurden Kevin Staut aus Frankreich und die elfjährige Kannen-Tochter Feline de Hus HDC in 71,57 Sekunden vor dem Briten Scott Brash und der ebenfalls elfjährigen Untouchable-Tochter Helle Mango.
Dann folgten zwei deutsche Paare: Daniel Deußer mit seinem Weltcup-Helden Otello de Guldenboom auf dem fünften Platz und Richard Vogel mit Phenyo van he Keysersbos als Sechster. Siebte wurden André Thieme und DSP Chakaria. Sandra Auffarth und Quirici ritten auf Platz neun.
Richard Vogels großes Ziel
Richard Vogel hat auch United Touch S vor Ort und mit ihm eine besondere Mission: Sein erklärtes Ziel ist der Sieg im Großen Preis von Aachen. Dieser würde ihm dank des Rolex Grand Slam nämlich eine Million Euro Preisgeld einbringen. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Auch wenn der TSCHIO nur drei Tage lang Reitsportbegeisterung nach Aachen bringt. Denn unter anderem werden die Weltcup-Final-Sieger Kent Farrington und Greya seine Gegner sein, die es heute erst einmal ruhig angehen ließen.
Mit dem Siegen warmlaufen konnte sich Richard Vogel aber übrigens auch schon. Denn er gewann mit einem Sohn von United Touch S das erste Springen bei den Youngstern. United Call JPS ist acht Jahre alt und stammt aus der Holsteiner Zucht. Gerrit Nieberg und der Westfalen Duke wurden Sechste vor Daniel Deußer und Silence Dwerse Hagen.
Das dritte Springen des Tages, welches zugleich den Auftakt bildete, gewann der Franzose Julien Epaillard mit dem zwölfjährigen französischen Jarnac-Sohn Easy Up de Grandry. Bestes deutsches Paar waren Christian Ahlmann und der zehnjährige Codex One-Sohn Sheeran als Sechste. Hier waren auch Richard Vogel und United Touch am Start und zeigten eine erste überzeugende Runde.
„Wir hatten heute tolle Prüfungen und tolle Sieger“, so das ARLV-Vorstandsmitglied Birgit Rosenberg. „Darüber hinaus trägt das schöne Wetter zu einer großartigen Atmosphäre auf dem Turniergelände bei. Alles in allem war es ein gelungener Start in das Turnier.“
Übrigens gibt es jetzt schon Tickets für den CHIO in Aachen 2027 vom 29. Juni bis 4. Juli. Der Verkauft ist heute offiziell gestartet.
Alle Ergebnisse aus Aachen gibt es hier.