Pressekonferenz am Montag mit Ministerpräsident Hendrik Wüst, Isabell Werth, Regine Mispelkamp, Henrik von Eckermann und Co.
Wir wissen nun beispielsweise, dass es eine neue, eigens komponierte Hymne zur Weltmeisterschaft geben wird. Sie stammt vom Komponisten Marc L. Vogler, der zuvor kaum Berührungspunkte mit Pferden hatte. Also war er beim CHIO vor Ort, um all die Emotionen in sich aufzusaugen und etwas Besonderes zu schaffen. Das ist ihm gelungen! Auch wenn die komplette Hymne noch nicht veröffentlicht wurde, gibt es bei Instagram Ausschnitte und Hintergründe. Wie etwa die Tatsache, dass Vogler die Töne A A C H E verwendete.
Außerdem wurde vor einigen Tagen bekannt, dass die bekannte Künstlerin Yvonne Catterfeld Teil der Eröffnungsfeier sein wird, wo auch die neue Hymne erstmals komplett im Stadion präsentiert wird. Dass hier unter anderem auch Lisa Röckener, Jesse Drente, Brianne Beerbaum und viele andere dabei sein werden, ist schon länger bekannt.
Ausstellungen von Dürer bis Goya
Im Rahmen der WM hat übrigens jeder die Gelegenheit, einmal selbst einen Reitsimulator auszuprobieren. Eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.
Nur noch wenige Tage bis 2. August kann man dagegen das riesige WM-Aachen-Schachspiel im Archimedischen Sandkasten zwischen Dom und Rathaus entdecken. Wer also schon vor Ort ist oder die Gelegenheit dazu hat, sollte diese einmalige Aktion noch mitnehmen. Für alle anderen gibt es diverse Ausstellungen in den Aachener Museen, die sich alle ums Pferd drehen – von Dürer, Rubens und Goya bis zu Fotos und digitaler Kunst.
1.000 ehrenamtliche Helfer werden vor Ort sein. Und da ist es klar, dass man auch wieder in Richtung Olympische Spiele denkt. Denn Aachen wäre der Austragungsort für die Reiterspiele, wenn Rhein-Ruhr den Zuschlag bekäme. „Unser Land ist die Heimstätte für den Reitsport der Welt mit erprobten Strukturen und den besten bereits bestehenden Austragungsstätten in Aachen. Nordrhein-Westfalen ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele der Zukunft“, stellte Ministerpräsident Hendrik Wüst in der Pressekonferenz am Montag fest.
Olympia im Blick
„Es gibt eine Sprache, die global immer gleich ist, und das ist der Sport“, ergänzte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. „Im Sport trifft man immer als erstes die Athleten, erst danach nimmt man sie als Vertreter ihrer Länder wahr. Am Anfang geht es immer zuerst um den Menschen, das kann nur der Sport.“
„Ich war hocherfreut und auch ein bisschen emotional, als ich von der WM-Nominierung erfuhr“, gab die neunfache Weltmeisterin in der Dressur, Isabell Werth, zu. Sehr präsent seien bei ihr immer noch die Erinnerungen an die Weltreiterspiele 2006, als sie mit Satchmo legendär den Titel holte. „Die Atmosphäre war für die Dressur einzigartig. Jetzt mit der WM nach Hause zu kommen, ist einfach fantastisch.“
Doch über allem steht vor allem eines. „Die Pferde sind unsere VIPs, das beginnt schon mit der Anreise. Im Stallbereich muss alles bestens vorbereitet sein, damit es Top-Bedingungen für Pferde und Reiter gibt. Das gilt aber auch für die Böden und Plätze, das Hindernismaterial und vieles mehr“, betonte ALRV-Vorstandsmitglied Birgit Rosenberg.
Alles zur WM gibt es hier.