Mädchen und Pferd © EN GARDE Marketing

Putzen, Kuscheln, einfach zusammensein: Es gibt so vieles, was Pferde und Kinder glücklich macht.

Kooperationsmöglichkeiten von Reitbetrieben und Vereinen mit Bildungs- und Erziehungseinrichtungen waren das Top-Thema beim Symposium zur Zukunft von Reitschulbetrieben. Eingeladen dazu hatte kürzlich die Initiative Pferde für unsere Kinder.

„Mit den Ponys zu schmusen und sie zu knuddeln, das ist das Allerschönste“, sagt Mailin mit einem Strahlen im Gesicht. Sie vergräbt ihre Hand tief in der dichten Zottel-Mähne von Shetty-Wallach Emil. Warum sie in der AG Pferdestärken mitmacht? „Weil ich Pferde liebe. Und Ponys natürlich!“

Die Zehnjährige hat ganz klar erkannt, dass Ponys nicht nur zum Reiten da sind, sondern sie von ihnen jede Menge lernen kann – „fürs Leben gewissermaßen“, meint die Kleine. Und auch die Streits mit ihrer Schwester seien dank der Lehrmeister auf vier Hufen gar nicht mehr so schlimm wie früher, denn „ich habe gelernt, ruhig zu bleiben. Wie bei den Ponys. Da schreit man ja auch nicht einfach rum!“

Shetty Vorführung

Die Shettys machten bei der Vorführung klar: Es gibt so viele Möglichkeiten, mit Pferden tolle Momente zu erleben. (© EN GARDE Marketing)

Ponys putzen und präsentieren

Juna findet „normales Reiten“ sogar ein bisschen langweilig und mag es, die Ponys zu putzen, sie richtig schick zu machen und dann gemeinsam mit ihnen einen Parcours aus spannenden Aufgaben zu bewältigen. „Ich muss mich dabei sehr konzentrieren und das hilft mir auch fürs Lernen in der Schule,“ erzählt die Zwölfjährige. Sie präsentierte wie ihre Freundin Mailin die Shettys Emil, Ricky, Kleiner Onkel, Pierre und Panero vor großer Kulisse des Symposium zur Zukunft von Reitschulbetrieben.

Kinder lieben Pferde

Pony-Power in der Praxis, begeisternde Speaker, pfiffige Ideen, ausgefeilte Pläne und jede Menge Gesprächsdynamik. All das war Inhalt dieses Zusammentreffens und fokussierte ebenso innovative wie nachhaltige Projekte, um die Kids von heute an und aufs Pferd bringen. Unisono waren sich alle in einem Punkt einig: Auch in Zeiten von Ganztagsschulen und digitalem All Over gibt es spannende, funktionierende Wege, Kinder (und deren Eltern!) für Pferde zu begeistern und tragende Zukunftsperspektiven für den Pferdesport zu schaffen.

Mädchen mit Ponys

Ponys, Freunde, Zusammenhalt: Das macht viele Kinder glücklich. (© EN GARDE Marketing)

„Es ist für mich immer wieder berührend, wie Kinder auf Pferde reagieren. Die Freude, die sie empfinden, wenn sie zum ersten Mal mit ihnen in Kontakt kommen“,  fasst Volker Wulff, Chef von En Garde Marketing und Mit-Initiator, seine Emotionen zum Herzensprojekt Pferde für unsere Kinder zusammen.

Pferde erleben und von ihnen lernen

„Unser Leitbild bei Pferde für unsere Kinder bringt auf den Punkt, wofür wir stehen“, meint Dr. Christina Münch. „Wir wollen das Pferd für zukünftige Generationen erhalten sowie Kindern die Möglichkeit geben, Pferde unmittelbar zu erleben und durch sie und mit ihnen zu lernen.“ Dass die Initiative damit durchaus auf dem richtigen Weg ist, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Jahre. 2025 ist die Zahl der Kinder bis 14 Jahre in den Pferdesportvereinen erstmals wieder gestiegen. Auch bei der Pferdezucht gibt es positive Signale, beispielsweise bei der Population der Shetlandponys.  „Und wenn – wie bereits geschehen – eine Gemeinde die Zukunft eines Reitvereins sichert, zeigt das doch, dass die Bedeutung des Pferdes weit über den Sport hinausreicht und in unserer Gesellschaft wahrgenommen wird“, ist Christina Münch sicher. „So etwas motiviert natürlich, uns weiter anzustrengen!“

Mit Pferde STÄRKEN Kinder stärken

„Unsere Kinder und Jugendlichen in der AG Pferde STÄRKEN an der Integrierten Gesamtschule Fürstenau zeigen uns jede Woche mit Begeisterung, dass schon solch kleine niedrigschwellige Angebote wie Pferde putzen, versorgen, streicheln und führen, für sie etwas ganz Besonderes sind“, berichtet Doris Bregen-Meiners, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Fürstenau, bei dem die vierte Ausgabe des gut besuchten Symposiums stattfand. Sie erzählt weiter: „Obwohl nicht geritten wird, haben sich einige schon zum dritten Mal dort angemeldet.“ Bregen-Meiners appelliert: „Wir sollten alle noch aktiver Wege suchen, mehr Menschen und Familien eine Quality-Time mit Pferden und Ponys, auch abseits des klassischen Reitsports, zu ermöglichen. Hier bietet sich die Chance, mehrere Generationen für diese wunderbaren Geschöpfe zu begeistern, die mit dem Menschen als treuer Gefährte seit Jahrtausenden verbunden sind“. Dies sei der beste Weg, um die Zukunft des Pferdes auch als kulturelles Erbe zu erhalten, so die Gymnasiallehrerin.

Besucher Symposium

Das Symposium war ein voller Erfolg. (© EN GARDE Marketing)

Pferde in der Bildung: Analysieren und informieren

„Das Interesse an Informationen zum Thema „Pferde in der Bildung“ ist wirklich hoch“, weiß Dr. Katharina Wiegand von „Pferdeland Niedersachsen“ zu berichten. Sie betont, wie wichtig das Sammeln und Analysieren von relevanten Daten diesbezüglich ist. Informationen rund um Projektförderungen stießen bei der Veranstaltung ebenfalls auf viel Aufmerksamkeit. „Auch aus diesem Grund setzten wir auf Austausch und Networking wie beispielsweise bei Symposien, Workshops und Vortagsveranstaltungen. Ich bin überzeugt, wenn wir unsere Erfahrungen, Ideen und Kräfte bündeln, können wir gemeinsam die Zukunft der Kinderreitschulen gestalten und damit die Verbindung zwischen Kind, Mensch und Pferd auch für die kommenden Generationen sichern,“ blickt Christina Münch tatkräftig nach vorn.

"Pferde für unsere Kinder"

„Pferde für unsere Kinder“: Heute wichtiger denn je. (© EN GARDE Marketing)

Anne Lau: Raum für Innovationen

Anne Lau war Key-Speaker beim vierten Symposium von Pferde für unsere Kinder. Die Leiterin der Reitschule Hofpferde Seifertshain begeistert mit tollen Ideen und bunten Vorschlägen rund ums Reiten und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern im Kontext mit dem Partner Pferd.

Zwischen Tradition und Zukunft

„Die Pferdewelt und die Lebenswelt unserer Kinder verändern sich und damit auch die Anforderungen an Kinderreitschulen“,  sagt Anne Laut und berichtet von der  Herausforderung, das Wohl unserer Pferde, die Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder miteinander zu vereinbaren. Sie selbst begegnet dieser Aufgabe mit dem Schulterschluss von Tradition und Zukunft.

Fundiertes Pferdewissen

„Mit unserem Konzept denkMAL Schutz Pferd® verbinden wir die Bewahrung traditionellen Wissens, den Schutz des Pferdes und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Klassische Reitlehre, Bodenarbeit und fundiertes Pferdewissen gehören dabei ebenso dazu wie Selbstreflexion, Selbstständigkeit, Verantwortung und Mitgestaltung“, erzählt sie vom bunten Treiben auf ihrer Reitanlage südöstlich von Leipzig. Dort gehe es um weit mehr als das Reitenlernen.

Mehr als nur Reitenlernen

„Die Kinder erleben Pferde als individuelle Gegenüber, entdecken ihre eigenen Stärken, lernen ihre persönlichen Stressmuster kennen, entwickeln Strategien im Umgang mit Herausforderungen und wachsen mit- und aneinander. So fördern wir gezielt ihre Resilienz und Selbstwirksamkeit.“

Die engagierte Reitlehrerin und erfahrene Pädagogin ist überzeugt, dass die Zukunft der Kinderreitschulen nicht allein über die Reitausbildung denken dürfen. „Wenn es uns gelingt, Reitausbildung, Pferdewohl und den gesellschaftlichen Mehrwert der Pferde zusammenzubringen, können Pferde auch zukünftig einen wichtigen Platz im Leben von Kindern und Jugendlichen haben“, so Anne Lau.

Gemeinsam unterwegs: KInder und Ponys.

Gemeinsam unterwegs: KInder und Ponys. (© EN GARDE Marketing)

HOOFORIA war vor kurzem im Rahmen der Aktionswoche VIELFALT PFERD ebenfalls mit einer kreativen Idee unterwegs, um Kinder und Pferde zusammenzubringen. Wer noch einmal den Besuch bei LIFE HAMBURG erleben möchte, kann das hier in Wort und Bild tun.

 

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