Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle © S. Lafrentz

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle

Der Weltsportpferdezuchtverband WBFSH zeichnete einmal mehr die erfolgreichsten Pferdezüchter des Jahres aus. Zwei der drei Titel gingen nach Deutschland: Stephan Kurz wurde zum zweiten Mal in Folge als Dressurpferdezüchter des Jahres geehrt, Timm Peters erhielt die Auszeichnung im Springen. In der Vielseitigkeit verpasste Fritz Maschmann den Gesamtsieg nur knapp.

Dressur: Stephan Kurz erneut an der Spitze

Wie bereits im Vorjahr verdankt Stephan Kurz die Auszeichnung vor allem der von ihm gezogenen Hannoveraner-Stute und Fidermark-Tochter Mount St John Freestyle. Mit der Dänin Catherine Laudrup-Dufour im Sattel gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Aachen den Grand Prix und sorgte maßgeblich für Team-Bronze. Im Grand Prix Special und in der Grand Prix Kür sicherte sich das Paar anschließend jeweils die Silbermedaille.

Weitere Züchter von Pferden mit deutscher Abstammung schafften es in die Top Ten. Auf Rang zwei steht das portugiesische Gestüt Dressage Plus, das für die Zucht des Rheinländers Zonik Plus von Justin Verboomen verantwortlich zeichnet. Den dritten Platz hat der Niederländer J.W. Rodenburg für Charlotte Frys Glamourdale inne. Kurt Gosmer als Züchter der von Isabell Werth vorgestellten Dänin Wendy de Fontaine (oder Queensparks Wendy, wie sie im Ranking geführt wird) ist Vierter. Dann folgt Becky Moody als Züchterin und Reiterin von Jagerbomb.

Vier weitere Plätze gingen an Oldenburger Züchter: Christine Arns-Krogmann erreichte mit der Zucht des Vivaldi-Sohns Viva Gold OLD, geritten von Isabell Werth, Rang sechs. Das Gestüt Lewitz ist dank des nächsten Zonik-Sohns Zantana RS2, vorgestellt von der Niederländerin Marieke van der Putten, Achter. Friedrich Kuhlmann kam mit Katharina Hemmers Denoix PCH auf Rang neun. Renate Hormann komplettiert die Top Ten auf Platz zehn mit Maxima Bella der Polin Sandra Sysojeva.

Die Erfolge spiegeln sich auch im Ranking der Zuchtverbände wider: Das Oldenburger Stutbuch liegt in der Dressur auf Rang zwei hinter dem niederländischen KWPN. Der Hannoveraner Verband folgt auf Platz drei.

Springen: Timm Peters ausgezeichnet

Timm Peters ist ein etablierter Holsteiner Züchter, aus dessen Familienbetrieb zahlreiche erfolgreiche Sportpferde und gekörte Hengste hervorgegangen sind. Nachdem er im Vorjahr die Auszeichnung als Holsteiner Züchter des Jahres erhielt, gab es nun den Titel des WBFSH Springpferdezüchters des Jahres.

Entscheidend dafür waren die Erfolge von Bull Run’s Jireh. Der Holsteiner Wallach von Uriko steht mit der US-Amerikanerin Kristen Vanderveen laufend an der Spitze von Weltklasse-Konkurrenzen, vor allem in den USA. Auch beim Weltcup-Finale waren die beiden schon dabei. Der zweite Platz unter den Züchtern ging an den Iren Patrick Connolly als Züchter von James Kann Cruz. Es folgt das Züchterduo A. Strobbe und T. Raman für Impress-K van’t Kattenheye Z. An vierter und fünfter Position stehen H. Versnick als Züchter von Daniel Deußers Weltmeister Otello de Guldenboom und das Haras Montdesir als Züchter von Richard Vogels Gangster Montdesir.

Ein weiterer deutscher Züchter in den Top Ten ist Wilfried Sandmann, der 2025 verstorben ist. Er zeichnet für die Zucht der OS-Stute Greya verantwortlich, die mit Kent Farrington das Weltcup-Finale gewann.

Im Ranking der Zuchtverbände ist Holstein der erfolgreichste deutsche Verband. Er liegt auf Platz drei hinter dem französischen Zuchtverband Selle Français und dem Stutbuch Zangersheide.

Vielseitigkeit: Fritz Maschmann auf Rang zwei

In der Vielseitigkeit ist Fritz Maschmann der bestplatzierte deutsche Züchter. Er belegt Rang zwei der WBFSH-Rangliste. Sein Holsteiner Diabolo von Diarado gewann bei den Weltmeisterschaften in Aachen mit dem US-Amerikaner Will Coleman die Mannschaftsbronzemedaille und belegte in der Einzelwertung Rang vier. Der Titel des WBFSH Vielseitigkeitszüchters des Jahres ging nach Irland. Justin Burke erhielt die Auszeichnung für den irischen Wallach HSH Blake der US-Amerikanerin Caroline Pamukcu.

Die Irish Sport Horses stehen in der Gesamtaddition an der Spitze. Es folgen der Holsteiner Verband und der britische Zuchtverband Sport Horse Breeding of Great Britain (SHBGB).

Alle Rankings gibt es hier zur Ansicht.

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