Anna Sandmann in Rastede.
Es hatte nicht sollen sein: Beim offiziellen deutschen Nationenpreis-Turnier in Rastede fuhren die Lokalmatadoren jeweils knapp am Podium vorbei. Rastede war für Aachen eingesprungen, da aufgrund der Weltmeisterschaften dort kein weiterer Nationenpreis stattfinden konnte.
Die Generalprobe lief nicht ganz nach Plan, dennoch gab es einige Sternstunden. Am Ende hieß es Platz vier für die deutsche Vierspänner-Mannschaft.
Anna Mareike Meier sowie Anna und Christoph Sandmann kamen auf 280,57 Strafpunkte. Ganz oben auf dem Treppchen standen die Belgier (271,60 Punkte) vor den Australiern (272,12) und den Niederländern (278,10).
„Wir hätten natürlich gern auf dem Treppchen gestanden. Aber die Ergebnisse aus dem Gelände haben das verhindert. Die Dressur lief ausgesprochen gut. Das Kegelfahren war auch okay, aber der Marathon war nicht optimal, da müssen wir in Aachen bei der Weltmeisterschaft besser sein“, lautete das Fazit des Bundestrainers Karl- Heinz Geiger. „In der Einzelwertung freuen wir uns natürlich alle über Anna Sandmanns Erfolg.“
Denn Anna Sandmann beendete das Turnier als Vierte mit 138,18 Strafpunkten. Der Sieg ging an den Belgier Dries Degriek, den Gewinner des Weltcup-Finals. Er gilt nun als einer der Topfavoriten für den Einzeltitel in Aachen. Den möchte der amtierende Weltmeister, der Australier Boyd Exell, verteidigen. In Rastede stand er an zweiter Stelle (131,47). Dritter wurde der US-Amerikaner Chester Weber (135,30). Christoph Sandmann belegte Platz elf (149,31). Anna Mareike Meier wurde Vierzehnte (151,66).
Dressursieg für Anna Sandmann
Herausragend beim Turnier aus deutscher Sicht war die Leistung von Anna Sandmann in der Dressur. Hier siegte sie mit 37,39 Strafpunkten vor Chester Weber, Dries Degrieck und Boyd Exell. In Rastede dabei waren auch einige Einzelstarter. Am besten lief es für René Poensgen. Er schloss mit 157,69 Strafpunkten auf Rang 16 ab. Georg von Stein platzierte sich auf dem 17. Platz. Michael Brauchle belegte mit 169,46 Strafpunkten nur zu Platz zwanzig in der Kombinierten Prüfung.
Viel Lob gab es vom Bundestrainer und den Fahrern für den Veranstalter des CAIO4* in Rastede. „Wir haben hier tolle Bedingungen für die Fahrprüfungen vorgefunden. Das Gelände und das Kegelfahren war beides eine gute Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Aachen. Die Geländestrecke war sehr zuschauerfreundlich, das Publikum zahlreich und engagiert. Unser Kompliment geht an die Organisatoren, die alles wirklich gut im Griff hatten.“
Alle Ergebnisse aus Rastede gibt es hier.