Ben Maher und Point Break in Rotterdam.
Aachen-Sieger und Europameister Richard Vogel war der einzige deutsche Teilnehmer am elf Paare zählenden Stechen um den Fünf-Sterne-Grand Prix von Rotterdam. Nachdem es schon im Nationenpreis nicht optimal lief für Deutschland, gab es auch im Großen Preis einige Abwürfe. Bei René Dittmer und seinem Weltcup-Final-Vierten Cody summierten sich zwölf Fehlerpunkte, bei Mario Stevens und Starissa FRH waren es acht. Richard Vogel kam mit seinem zwölfjährigen Holsteiner Cloudio wie schon im Nationenpreis mit weißer Weste nach Hause.
Bei dem Casall-Sohn sah der Parcours leicht aus, auch im Stechen, wo es sehr schnell wurde. Das Höchsttempo der Paare auf dem Podium konnten Vogel und Cloudio dann auch nicht mitgehen. Sie erreichten jedoch einen hervorragenden fünften Platz, der einmal mehr viel Preisgeld und Weltranglistenpunkte bedeutet. Und der zeigt, dass es kaum ein Wochenende gibt, an dem Richard Vogel nicht irgendwo auf der Welt in einem Großen Preis oder anderen wichtigen Springen ganz vorn mit dabei ist.
Das Podium eroberten jedoch andere Springreiter. Allen voran Ben Maher. Der setzte sich mit seinem zwölfjährigen Point Break von Action-Breaker knapp durch. Auf Platz zwei ritt ein eher unbekannter Name: Luke Dee aus Neuseeland. Dieser war jedoch in den vergangenen Wochen und Monaten schon mehrfach ganz vorn platziert. So ritt er etwa in Hagen bei Horses & Dreams im Großen auf Platz drei und es gab Platzierungen in Amsterdam oder Herning. Der zweite Platz im Fünf-Sterne-Grand Prix von Rotterdam sollte jedoch der bislang größte Erfolg von Dee und seinem zehnjährigen OS-Wallach Gangster WW sein. Dritte wurden der Niederländer Willem Greve und der 15 Jahre alte Grandorado TN N.O.P., für die der Jubel des Publikums natürlich besonders groß ausfiel.
Neuseeländer auf Platz zwei
„Das ist ein sehr schöner Sieg für mich und das Team zu Hause. In meiner Karriere gab es schon viele Höhepunkte, aber es ist schon eine Weile her, dass ich einen 5*-Grand-Prix gewonnen habe“, betonte Ben Maher. „Point Break ist ein unglaubliches Pferd, eines der besten, die ich je geritten habe. Seine Galoppsprünge sind zwar etwas kürzer, aber er ist klug und unglaublich athletisch. So, wie er sich über die Hindernisse bewegt, könnte man fast meinen, er hätte gar keine Knochen im Körper.“
Der zweitplatzierte Luke Dee war überwältigt: „Es war ein anspruchsvoller Parcours, aber mein Pferd war absolut fantastisch. Seit 18 Monaten trainiere ich bei Nick Skelton und Laura Kraut in Großbritannien. Als wir dort ankamen, waren wir beide noch unerfahren. Es ist großartig, hier ein solches Ergebnis zu erzielen. Ich hoffe, dass wir uns im Vorfeld der Reitsport-Weltmeisterschaften in diesem Sommer noch weiter verbessern können. Das ist unser großes Ziel!“
Alle Ergebnisse aus Rotterdam gibt es hier.