Ausstellungseröffnung HGW
Als Hans Günter Winkler 2018 wenige Tage vor seinem 92. Geburtstag starb, gab es den Begriff #doitride noch nicht. Aber er hätte ihm gefallen, hoffen wir. Er hätte das Wesentliche dessen, was er immer in seinem Sport sah, auf den Punkt gebracht, denken wir. Denn er wollte immer im Sinne der Pferde handeln. Richtig reiten. Stilistisch und kämpferisch zugleich. Auf seine Pferde eingehen. Sonst hätte es mit einer solch sensiblen, eigenwilligen Stutenpersönlichkeit wie es Halla war nie geklappt. Hätten die beiden nicht jenen legendären Ritt zum Olympiasieg vollbracht. Damals vor 70 Jahren in Stockholm.
An jenen Ritt haben wir bereits erinnert. Nun war am Wochenende der Tag gekommen, an dem HGW seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Am 24. Juli. Daher wurde in Warendorf einer der größten Persönlichkeiten des Reitsports gedacht. Und es wurde eine Ausstellung eröffnet. Kostenlos. Für alle. Sehr gut, finden wir. So hat jeder Zugang zu der Geschichte eines Mannes, der den Sport beeinflusst hat – und zwar im positiven Sinne und immer auf die Förderung der Jugend und gutes Reiten bedacht. Nicht umsonst gab es unter seiner Ägide das HGW-Bundesnachwuchschampionat und den Ritt um den Goldenen Sattel. Zeit seines Lebens war er stets vor Ort. Heute gehen diese Prüfungen in seinem Namen weiter. Sie sorgen dafür, dass der Nachwuchs sich messen kann. Und dass gutes Reiten mit hohen Wertnoten belohnt wird. Im Sinne des #doitride-Gedanken.
„Hans Günter Winkler – Erbe bewahren, Zukunft gestalten (HGW)“ e.V. heißt der Förderverein, der in diesem Jahr gegründet wurde.
Ehre und Herausforderung
Er stellt die Ausstellung auf die Beine und hat gemeinsam mit der Stadt Warendorf, Pferdesport Deutschland sowie der Stiftung Deutscher Pferdesport am Wochenende Hans Günter Winkler gedacht. Die Ausstellung wurde dabei feierlich eröffnet. „Für mich ist es Ehre und Herausforderung, dem Förderverein vorzustehen und am Beispiel Hans Günter Winklers die Werte der Historie mit der Gestaltung der Zukunft zu verbinden“, so der 1. Vorsitzende des HGW-Fördervereins, Fritz-Otto Erley. Nicht nur als Ausnahmesportler, sondern auch als Mensch und Botschafter des Pferdesports hinterließ Hans Günter Winkler bleibende Spuren.
Die Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ zeichnet Hans Günter Winklers außergewöhnliches Leben und Wirken nach. Sie zeigt Fotografien, Dokumente, Pokale, Erinnerungsstücke und persönliche Exponate aus seinem Nachlass. Historische Filmaufnahmen und Presseberichte ergänzen die Präsentation. Sie vermitteln das facettenreiche Bild eines Sportlers, der Generationen von Reiterinnen und Reitern geprägt hat. Interessierte haben noch bis zum 6. September 2026 Gelegenheit, die Ausstellung im Rathaus der Stadt Warendorf völlig kostenlos zu besuchen. Positives aus der Vergangenheit in die Zukunft des Reitsports tragen. Ganz im Sinne des #doitride-Gedanken.
Zur Ausstellung geht es hier.