Greta Heemsoth mit Felice FRH auf dem Bundeschampionat 2026 © Sabine Wegener / Equitaris

Volle Konzentration und echte Teamarbeit: Felice FRH bestand den Reifetest in der schweren Klasse

Bereits in den Vorjahren war Felice FRH von Fürst Samarant aus einer Riverside-Mutter, aus der Zucht von René Janzen, eine feste Größe in Warendorf. Die Hannoveranerin ist im Besitz von Ken Steele und konnte wieder einmal zeigen, wie engagiert sie nicht nur im Prüfungsviereck, sondern auch in der Arbeit zu Hause sein muss, um eine solche Leistung zu bringen. Denn ihre nahtlose Reife Richtung schwerer Klasse ist das Ergebnis eines guten Ausbildungsweges.

Diese Stute lässt kaum Wünsche offen

Bei einer solch positiven Einstellung und Qualität in allen drei Grundgangarten gerieten auch die Richter ins Schwärmen:

„Eine Stute, die in der Trabarbeit kaum Wünsche offenlässt. Man darf nicht unterschätzen, dass die Pferde erst lernen müssen, die Frequenz zu behalten und den Raumgewinn zu ändern. Im Prinzip wie bei einem Dimmer.“
– Nicole Nockemann –

Greta Heemsoth mit Felice FRH

Glückliche Gewinnerinnen: Felice FRH, vorgestellt von Greta Heemsoth, ist neue Bundeschampionesse der siebenjährigen Dressurpferde. (© Sabine Wegener / Equitaris)

Felice FRH überzeugte in der Trabarbeit mit einem Höchstmaß an Elastizität, fließender Energie ins Bergauf und großer Geschmeidigkeit in den Übergängen. Greta Heemsoth bewies genau das richtige Gefühl bei der technischen Ausführung. Lediglich zwei kleine Unsicherheiten in den Serienwechseln flossen leicht in die Durchlässigkeitsnote ein, trübten das herausragende Gesamtbild jedoch kaum.

Die Richter belohnten den Auftritt mit einer qualitativen Wertnote von 87,600 Prozent (Trab 9,5, Schritt 8,0, Galopp 8,5, Durchlässigkeit 8,8, Gesamteindruck 9,0) sowie 75,606 Prozent in der technischen Note.

„Es waren heute nur zwei Kleinigkeiten in den Wechseln, aber das war schlicht eine fantastische Runde.“
– Nicole Nockemann –

Found Gody PS Vize-Bundeschampion unter Ellen Richter

Ebenfalls mit dem Rückenwind eines Qualifikationssieges traten Ellen Richter und der Oldenburger Wallach Found Gody PS von Foundation aus einer Vivaldi-Mutter im Finale der siebenjährigen Dressurpferde an. Züchter und Besitzer ist das Gestüt Lewitz / Paul Schockemöhle. Der großrahmige Wallach, der schon fünfjährig das Kleine Finale in Warendorf gewinnen konnte, durfte heute erneut aufs Treppchen, und zwar als neuer Vize-Bundeschampion.

Found Gody PS unter Ellen Richter

Immer engagiert und neuer Vize-Bundeschampion: Found Gody PS unter Ellen Richter. (© Sabine Wegener / Equitaris)

Deutliche Steigerung beschert Zuccador QD Bronze

Eine deutliche Steigerung gegenüber der Qualifikation gelang Nicole Wego-Engelmeyer im Sattel des Hannoveraner Hengstes Zuccador QD von Zenon, mütterlicherseits gezogen auf Lauries Crusador xx aus der Zucht der Hof Kasselmann Familienstiftung. Er ist im Besitz von Angie Qin.

Der Wallach bewies über die gesamte Aufgabe hinweg viel Balance und nahm die Aktivität hervorragend mit durch die Prüfung. Auch wenn sich der Rahmen laut den Richtern mit zunehmender Kraftförderung im Laufe der weiteren Ausbildung in einzelnen Momenten noch etwas mehr öffnen dürfe, belohnten sie die Vorstellung mit einem Ergebnis von 79,518 Prozent.

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