Philipp Weishaupt gewinnt den Großen Preis mit Lady Concern Du Rezidal.
„Wir sind getragen von dieser positiven Einstellung und Stimmung und denken schon voller Tatendrang an das Turnier 2027. Im August geht es mit der Planung los und dann wollen wir uns alle nächstes Jahr wieder treffen“, betonte Organisator und Hausherr Enno Glantz. Er war vollkommen zufrieden mit seinem Turnier bei bestem Wetter und Stimmung.
„Unser Sport ist häufig zum Geschäft geworden, alles ist sehr professionell und mit maximalem Druck. Hier ist es so familiär. Du kommst hierher und fühlst dich wohl“, erklärte derweil Philipp Weishaupt.
Er war es, der sich am Ende des Turniers den Großen Preis sicherte. Dabei saß er im Sattel von Lady Concern Du Rezidal, einer erst neunjährigen Tochter des Emerald. Nur fünf Paare hatten insgesamt das Stechen erreicht. Lediglich zwei blieben fehlerfrei. Neben Weishaupt war dies der Tscheche Alex Opatrny auf Vivo de Muze PS, zehnjährig von Vivant. Douglas Lindelöw komplettierte das internationale Podium des Großen Preises mit Platz drei. Stefan Engbers und Baju NRW mussten sich dieses Mal mit Platz vier vor Christin Wascher und Quincy 200 zufriedengeben.
Sensation durch Amateurreiterin
Wascher war die große Überraschung des Turniers, denn die 27-Jährige arbeitet in einem Labor und reitet nur als Hobby. „Ich kenne Quincy schon sechs Jahre. Er ist ein sehr spezieller Typ. Umso spezieller er wird, umso besser springt er – er muss schon diese Verrücktheit haben. Ich habe eigentlich alles wie immer gemacht. Ich bin mit meinem Papa den Stechparcours durchgegangen, ganz in Ruhe, und dann einfach wieder ganz leicht abgeritten fürs Stechen“, so Wascher.
Und auch der Sieger war voll des Lobes für seine Stute Lady Concern du Rezidal. „Ich habe sie gesehen und mich sofort verliebt! Wir haben sie direkt gekauft, ohne Ausprobieren. Das war vor zwei Jahren. Der Parcoursbauer Marco Hesse hat ebenfalls einen super Job gemacht, die ganze Woche“, lobte der Sieger weiter. „Hätte er die Zeit auch nur um eine Sekunde verlängert, wären alle ein bisschen langsamer geritten und wir hätten wahrscheinlich noch viel mehr Nuller bekommen. Ich finde, fünf Reiter im Stechen eines Großen Preises – das reicht vollkommen.“
Tags zuvor hatte die 19-jährige Tomma Thiesen das Finale der Medium Tour über 1,50 Meter gewonnen. Sie saß dabei im Sattel des achtjährigen Bert. „Ich habe keine Worte, um ehrlich zu sein. Das war sein erstes 1,50-Meter-Springen und er hat das so gut gemacht“, beschrieb Tomma Thiesen ziemlich fassungslos. „Wir kennen uns mit all unseren Tücken. Wir lieben uns beide, auch wenn er ein kleiner Clown ist. Er hat den ganzen Tag gute Laune, er ist einfach ein kleiner Witzbold, aber auch ein Genie.“
Alle Ergebnisse aus Hohen-Wieschendorf gibt es hier.
