Julia Krajewski und Nickel © S. Lafrentz

Die Führenden Julia Krajewski und Nickel.

26,9 Minuspunkte – so lautet Julia Krajewskis Resultat nach dem anspruchsvollen Gelände der CCI4*-S-Vielseitigkeitsprüfung von Luhmühlen, über welche auch die Deutschen Meisterschaften entschieden werden. Nach der Dressur hatte Krajewski mit 22,9 Minuspunkten die Führung übernommen und im Gelände nur minimale Zeitstrafpunkte addiert. Nickel zeigte sich einmal mehr wach, geschickt und spielte mit den Anforderungen.

Julia Krajewski mit Tullabeg Platinum

Julia Krajewski mit Tullabeg Platinum (© S. Lafrentz)

Hinter der Einzelolympiasiegerin von 2021 steht nun Lara de Liedekerke-Meier aus Belgien an Position zwei. Mit dem zehnjährigen Kiarado d`Arville von Diarado lieferte sie eine ebenso ansprechende Leistung im Gelände ab und verbuchte wie Krajewski nur vier Punkte für Zeitüberschreitung. Ein paar Punkte mehr waren es bei Malin Hansen-Hotopp, die aber dennoch die ganze Stärke ihres 14 Jahre alten Holsteiners Carlitos Quidditch ausspielte und als Dritte weiterhin auf dem Podium steht. Alles bleibt hier dicht beisammen. 26,9 Minuspunkte, 31,3 und 33,8 – es wird auf jeden Fall spannend im morgigen Springen.

Lara de Liedekerke-Meyer und Kiarado d´Arville

Lara de Liedekerke-Meyer und Kiarado d´Arville (© S. Lafrentz)

Zumal Julia Krajewski mit dem ebenfalls perfekt präsentierten Tullabeg Platinum auf Position vier ihr zweites Eisen im Feuer hat. Die beiden kommen auf 34,4 Minuspunkte. Christoph Wahler arbeitete sich mit dem erfahrenen, 14 Jahre alten D´Accord von Position 21 auf den achten Platz nach vorne.

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch (© S. Lafrentz)

Britische Doppelführung auf Fünf-Sterne-Niveau

In der Fünf-Sterne-Vielseitigkeit gibt es derweil eine britische Doppelführung. Caroline Harris gelang mit dem zwölfjährigen Wallach D-Day die einzige fehlerfreie Runde. Damit war ihr der erste Platz mit 31,1 Minuspunkten sicher. Dahinter liegen die Führenden nach der Dressur, Emily King und Valmy Biats (33,8). Platz drei geht an den US-Amerikaner Boyd Martin mit dem elfjährigen Iren Shanroe Cooley (38,1). Dieser war einst mit Liz Halliday unterwegs und ist das Pferd, mit dem sie ihren schweren Reitunfall hatte. Es dürfte sie mit besonderer Freude erfüllen, dass der geliebte Wallach nun unter Martin in die Top-Liga vordringen konnte. Halliday ist mittlerweile im Para-Sport unterwegs.

Für die deutschen Starterinnen in der Fünf-Sterne-Prüfung gab es einmal große Freude und einmal doch etwas Enttäuschung. Katharina Meyer ritt ihren Aspen T hervorragend durch den Kurs und konnte sich auf den achten Platz nach vorne schieben. Für Heike Jahncke und Mighty Spring war nach mehreren Vorbeilaufern Schluss. „Einfach nur unglaublich“, befand Katharina Meyer. „Wir haben Aspen selbst gezüchtet und dass wir nun hier auf Fünf-Sterne-Niveau unterwegs sind, da muss mich wirklich noch jemand kneifen. Besonders die Ziellinie war unfassbar! Sowas habe ich noch nicht erlebt!“

Katharina Meyer und Aspen T

Katharina Meyer und Aspen T (© S. Lafrentz)

Morgen geht es in beiden Prüfungen ins entscheidende Springen.

Alle bisherigen Ergebnisse gibt es hier.

 

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