Die Stute Nori musste aus dem Fluss Selz befreit werden.
Das ging tatsächlich gerade noch einmal halbwegs glimpflich aus! Wie der SWR berichtet, kam es im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz am Mittwochabend zu einem Unfall, bei dem ein Pferd in einen Fluss stürzte.
Die Stute war beim Überqueren einer schmalen Brücke in Schwabenheim an der Hand ihrer Besitzerin ins Brückengeländer gerutscht. Sie konnte sich daraufhin weder auf eigener Kraft noch mit Unterstützung der Besitzerin befreien. Diese rief daraufhin die Feuerwehr.
Neun Feuerwehrleute von der Freiwilligen Feuerwehr Schwabenheim unterstützten die Stute „Nori“ daraufhin über mehrere Stunden hinweg.
„Zunächst hat sie noch in der Brücke drin gehangen“, berichtet Sebastian Schenk, der stellvertretende Wehrführer. „Über die Zeit ist sie dann ganz in die Selz gerutscht. Das war aber ganz gut. Wir hätten sie sonst nicht aus der Brücke gekriegt. Das Pferd hat dann zuerst versucht, alleine aus der Selz zu kommen. Aber die Böschung war zu steil. Es hat sich selber bewegt und hat ein paar Mal versucht, den Hang hochzukommen.“
Der Besitzer des Stalles, in dem die Stute eingestellt ist, steuerte zur Rettungsaktion einen großen Bagger bei. Damit wurde die Böschung abgegraben. Doch das Drama hatte damit noch kein Ende. Die Stute hätte zwar nun eigenständig das kalte Wasser verlassen können, war aber offenbar bereits zu erschöpft. Laut SWR legte die Besitzerin des Pferde sich daraufhin in die Baggerschaufel und konnte dem Pferd von dort aus Gurte umlegen. Über die abgeflachte Böschung konnte das Pferd mit deren Hilfe schließlich ans Ufer gezogen werden. Ein bereits angeforderter Kran wurde deshalb nicht mehr benötigt.
Ein Tierarzt, der während der gesamten Aktion vor Ort war, betonte, dass das Pferd stabil sei und die folgende Nacht gut überstanden hätte. Sie habe allerdings mehrere Verletzungen davon getragen, unter anderem tiefe Hautabschürfungen, die Behandlungen bräuchten.