Kämpferisch sind Richard Vogel und Cloudio immer unterwegs, so auch in Lyon (Archivbild).
Erster Weltcup-Start für Richard Vogel in dieser Saison. Und auch wenn United Touch gerade aufgrund einer Infektion und Boxenruhe nicht an seiner Seite ist, war der Erfolg groß. Denn im die enorm hohe Zahl von 14 Paaren zählenden Stechen sicherte er sich mit dem zwölfjährigen Holsteiner Casall-Sohn Cloudio Platz zwei. Cloudio war schon beim Finale der League of Nations in Barcelona ein Erfolgsgarant gewesen.
Nun fegten die beiden im Stechen in 38.20 Sekunden ins Ziel. Einer konnte das – unter riesigem Jubel des französischen Publikums – dennoch schlagen. Julien Epaillard, Weltcup-Final-Sieger von 2025, zeigte mit dem 15 Jahre alten Le Coultre de Muze, dass es noch ein bisschen schneller geht und ritt in 38,17 Sekunden über die Ziellinie. Platz drei sicherte sich der Schweizer Edouard Schmitz auf Gamin van’t Naastveldhof in ebenfalls blitzschnellen 38,31 Sekunden.
Zwei deutsche Damen waren ebenfalls im Stechen vertreten. Paula de Boer-Schwarz ritt auf ihrer zwölfjährigen Erfolgspartnerin My Miss Marple OLD auf den zwölften Platz. Kendra Claricia Brinkop wurde auf dem erst neunjährigen Replay van’t Paradijs Dreizehnte. Beide Paare mussten einen Abwurf hinnehmen.
Insbesondere Paula de Boer-Schwarz war überglücklich:
Ich bin das erste Mal hier, und die Atmosphäre ist gigantisch. Meine Stute sprang heute noch besser als am Freitag, ich bin unglaublich stolz auf sie.
Im Gesamtweltcup führt nach zwei Stationen in Oslo und Lyon Martin Fuchs vor Julien Epaillard und Max Kühner, der in Oslo gewann. Richard Vogel ist mit Harrie Smolders gemeinsamer Vierter.
Damit ging die Weltcup-Station in Lyon hocherfolgreich zu Ende. Denn sowohl in der Dressur durch Isabell Werth als auch im Vierspännerfahren durch Anna Sandmann gab es die siegreiche maximale Weltcup-Punkte-Ausbeute.
Alle Ergebnisse aus Lyon gibt es hier.