Frederic Tillmann und DSP Comanche VL: Die Sieger des 95. Hamburger Spring Derbys.
Einmal das Deutsche Spring Derby gewinnen. Davon träumen viele. Das ist oft ein echtes Lebensziel von der Bucketlist. Frederic Tillmann gehörte bis heute zu diesen Träumern. Er wusste um seine Chancen und arbeitete konsequent darauf hin. Seine Tochter Madlin, die selbst im Nachwuchsbereich Dressur reitet, beschrieb schon vor rund einem Jahr, dass sie stolz darauf sei, dass ihr Onkel Gilbert Tillmann das Derby gewonnen hat. „Aber für meinen Vater wünsche ich es mir so sehr!“, betonte sie damals. „Es ist ein ganz großer Wunsch von ihm. Ein Traum.“
Nun ist es passiert! Mit DSP Comanche VL war er bereits zweimal Zweiter geworden – nun hat er ihn. Frederic Tillmann ist der Derby-Sieger des Jahres 2026. Beim 95. Deutschen Spring Derby setzte sich der Reiter Grevenbroich in einem nur zwei Paare zählenden Stechen durch. Denn Frederic Tillmann ritt auch dort fehlerfrei mit seinem zwölf Jahre alten Sohn des Cellestial aus der Brandenburger Zucht. Simon Heineke war mit dem bereits 18 Jahre alten Professor Cordillo an den Start gegangen, mit dem Nisse Lüneburg 2019 schon einmal das Derby gewonnen hatte. Eine spezielle Vorbereitung gab es bei den beiden nicht. Cordillo ist bis auf das Derby quasi in Rente. Im Stechen gab es elf Punkte. Dennoch eine herausragende Leistung von Reiter und Pferd.
Frederic Tillmann konnte sein Glück wahrlich nicht fassen. Dreizehn Jahre nach seinem Bruder 2013 mit dem ehemaligen Schulpferd Hello Max hat er nun nachgezogen. „Ich bin absolut überwältigt. Als mein Bruder gewonnen hat, stand das Rheinland Kopf. Seitdem eifere ich ihm hinterher. Nun hat es geklappt, dass ich mich in die Liste eintragen konnte.“
André Thieme und der zwölfjährige OS-Wallach Paule S waren nach ihrem Sieg im Vorjahr und der gelungenen ersten Qualifikation als Topfavoriten gehandelt worden. Sie waren im Parcours schnell und souverän – mit einer einzigen, aber teuren Ausnahme. Thieme und Paule S fanden nicht den passenden Absprungpunkt für den Wall. Paule sprang zwar noch ab, aber riss die niedrigste Stange des Parcours. Shit happens muss sich André Thieme wohl gedacht haben. Doch mit dem Sieg im Großen Preis konnte er sich definitiv trösten!
Auf den Plätzen vier bis sieben folgten der Ire Stephan Dubsky mit C the Stars, die Briten Guy Williams mit BH Gringos Legacy und William Whitaker mit Flamboyant sowie Commandant Geoff Curran aus Irland mit Hawthornhill.
Beste Reiterin in der Prüfung war Clara Blau mit ihrem 15 Jahre alten Paul als Achte. Sie bekam zudem den vom Publikum vergebenen Anrecht Investment Harmonie- und Stilpreis verliehen.
Alle Ergebnisse aus Hamburg gibt es hier.
