Carl Hedin und Filip Holmstrom haben sich das Ja-Wort gegeben.
Carl Hedin hat geheiratet
Der Schwede Carl Hedin ist, Unternehmer (Eques Management), Influencer, internationaler Dressurreiter. Er war schon bei einigen Weltcup-Etappen am Start und liebt sowohl den großen Sport als auch die Ausbildung junger Pferde. Als Springreiter ist er ebenfalls aktiv und hat rund 396.000 Follower.
Nun hat er den Bund fürs Leben geschlossen, und zwar mit seinem Lebensgefährten Filip Holmstrom. Mit diesem hatte er sich im Februar ganz klassisch in Paris mit Blick auf den Eiffelturm verlobt.
Vaderland statt Back for Good
Ein Formfehler kostet den von Isabell Werth vorgestellten Brandenburger Wallach Back for Good die Teilnahme am Louisdor-Preis. In Pinneberg hatten die beiden zwar die Qualifikation gewonnen. Doch jetzt folgte die Qualifikation. Grund: Back for Good war noch nie in einer Prüfung der Klasse S platziert. Das ist aber Voraussetzung für eine Teilnahme.
So darf sich nun Bernadette Brune freuen, die mit ihrem Hengst Vaderland OLD nachrückt.
Abschied von Lord Charmeur
Nicht nur von Jagger Minotais müssen wir uns verabschieden, sondern auch von Lord Charmeur. Das gab das Landgestüt Celle bekannt.
Wir mussten es selbst erst einmal begreifen und können es immer noch nicht fassen: Lord Charmeur lebt nicht mehr. Er war ein Hengst mit außergewöhnlichem Grundpotenzial und einer Perspektive, die ihresgleichen suchte. Wir durften mit ihm sportlich besondere Momente erleben. Ein ganz besonderes Highlight war seine Nominierung für die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde mit Sattelmeisterin Janina Tietze. Gemeinsam wollten die beiden zeigen, welches Potenzial in diesem besonderen Hengst steckte. Doch es kam leider anders: Aus für uns unerklärlichen Gründen entwickelte Lord Charmeur eine Rehe, die engmaschig von unserer Tierklinik und unserem Hufschmied behandelt wurde. Als sich sein Zustand nach zwei Wochen nicht besserte, überstellten wir ihn für eine noch intensivere Behandlung in die Klinik. Dort wurde vier Wochen lang um ihn gekämpft. Wir bedanken uns von Herzen für den enormen Einsatz des gesamten Teams der Tierklinik Großmoor, das mit größtem Engagement um Lord Charmeur gekämpft hat. Leider konnte auch dort nicht verhindert werden, dass sich auf den anderen drei Beinen eine Belastungsrehe entwickelte. Trotz allergrößten Bemühungen mussten wir ihn schließlich gehen lassen. Wir werden Lord Charmeur als außergewöhnlichen Hengst in Erinnerung behalten – und als ein Pferd, das uns viel Freude und unvergessliche Momente geschenkt hat. Der Besitzerin Heike Pleines gilt unser größter Dank für die stets konstruktive und herzliche Zusammenarbeit, insbesondere in dieser schweren Zeit. Mit Lord Charmeur verliert Heike Pleines eines ihrer Aushängeschilder.
Verstärkung für den Holsteiner Verband
Tom McEwen mit gleich zwei Siegen in Blenheim
Vielseitigkeitsreiter und Team-Weltmeister Tom McEwen hat in Blenheim bei der internationalen Top-Vielseitigkeit nichts anbrennen lassen. Er sicherte sich gleich mal alle Siege. Die CCI4*-L gewann er mit The Fieldmaster und konnte sich damit nur selbst mit Brookfield Quality schlagen. Aus deutscher Sicht war Nicolai Aldinger am Start, der auf Bart 40. wurde. Die CCI4*-S gewann Tom McEwen auf Brookfield Danny de Muze. Bestes deutsches Paar waren Ben Leuwer mit seinem Road2LA-Pferd Zuccini MN als 14.
Hans Jansen mit 85 Jahren verstorben
Der niederländische Züchter Hans Jansen ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Er war der Züchter solcher Größen wie Wynton, Bretton Woods und Four Legends. Den Erfolg seines Four Legends, der mit der Österreicherin Felicita Simoncic bei der WM in Aachen eine der größten positiven Überraschungen war, konnte er noch miterleben.
Charlotta Rogerson auf Nice Touch reisen zum Burg-Pokal-Finale
Die Schweizerin Charlotta Rogerson und die achtjährige niederländische Stute Nice Touch gewannen die letzte Freiluft-Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal in Darmstadt-Kranichstein. Mit 76,537 Prozent gelang den beiden sogar die höchste Wertung der laufenden Saison. Man darf gespannt sein, wie sich das Paar beim Finale in Frankfurt schlägt.
Wir verzeichnen übrigend mittlerweile die 35. Saison des Burg-Pokals. Was für eine Erfolgsgeschichte!
Habt ihr es bemerkt? Neuer Modus bei den Fünfjährigen
Bei der WM der jungen Springpferde gab es bei den Fünfjährigen einen neuen Modus. Man musste im Finale möglichst nah an eine Idealzeit reiten, um zu gewinnen. Einerseits nahm das sichtbar den Druck des „Schnellreitens“ aus den jungen Pferden. Andererseits bemängelten einige Reiter, dass sie aufgrund eines frühen Startplatzes Nachteile gehabt hätten. Es gibt also noch Verbesserungspotenzial. Aber der Weg kann in eine richtige Richtung pro #doitride führen.

Der 16 Jahre alte Sam Widger gewann mit Vintage van de Heyveldhoeve bei den Fünfjährigen. (© S. Lafrentz)


